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Integration und Inklusion – Vielfalt leben und stärken

 

Auf dem Weg zu einer inklusiven Kindertagesstätte:

Im Jahr 2023 entwickelte sich unsere Kindertagesstätte weiter und öffnete ihre Türen als integrative Einrichtung. Unser Ziel ist es, jedem Kind – unabhängig von seinen individuellen Voraussetzungen – die gleichberechtigte Teilhabe am Kita-Alltag zu ermöglichen. Für uns bedeutet Inklusion, Vielfalt als Bereicherung zu sehen und jedem Kind die bestmögliche Förderung in einem gemeinschaftlichen Miteinander zu bieten.

Mit der Öffnung als integrative Einrichtung begann ein vertiefender Entwicklungsprozess hin zu einer inklusiven Haltung im gesamten Team. Ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses war der Aufbau eines tragfähigen Netzwerks mit Fachkräften und Institutionen, die uns auf diesem Weg begleiten und unterstützen. Ein bedeutender Meilenstein war der Abschluss eines Kooperationsvertrags mit der Praxis für Heilpädagogik und systemischer Beratung in Miesbach im Jahr 2024, die den Fachdienst für unsere Einrichtung übernimmt. Diese Partnerschaft ermöglicht uns eine kontinuierliche und qualifizierte heilpädagogische Förderung von Kindern mit einem Integrationsstatus direkt vor Ort in unserer Einrichtung. Diese findet wöchentlich statt und wird individuell auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Um hierfür bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen, haben wir im darauffolgenden Jahr einen separaten, ruhigen Raum für Therapeuten eingerichtet. Dieser bietet einen geschützten Ort für Einzelförderung, Beratungsgespräche und therapeutische Begleitung.

Darüber hinaus nehmen alle Mitarbeitenden gemeinsam als Team an regelmäßigen Weiterbildungen zum Thema Integration und Inklusion teil. So stellen wir sicher, dass das gesamte Team für die besonderen Anforderungen einer inklusiven Pädagogik sensibilisiert ist und sich kontinuierlich weiterentwickelt.

Dieser Schritt war der Beginn eines umfassenden Wandels hin zu gelebter Inklusion in unserer Einrichtung. Insgesamt verfügen wir über die Kapazität, bis zu zehn Integrationskinder aufnehmen zu können. Unser Ziel ist es, jedem Kind einen sicheren, wertschätzenden und förderlichen Ort zu bieten, an dem es sich individuell entfalten kann – im gemeinsamen Alltag mit allen anderen Kindern.

In unserer pädagogischen Arbeit gestalten wir den Alltag so, dass jedes Kind – unabhängig von seinen individuellen Voraussetzungen – aktiv am Gruppengeschehen teilhaben kann. Routinen und Rituale werden bewusst so angepasst, dass sie für alle Kinder zugänglich sind. Dabei achten wir auf klare Strukturen, visuelle Hilfsmittel, einfache Sprache und individuelle Unterstützung. Ob beim Morgenkreis, bei den Mahlzeiten, in der Freispielzeit oder bei gezielten Angeboten: Wir schaffen vielfältige Möglichkeiten der Teilhabe, damit jedes Kind in seinem eigenen Tempo mitmachen, sich einbringen und sich als Teil der Gemeinschaft erleben kann. Besonders wichtig ist uns dabei eine Atmosphäre der Wertschätzung, in der Unterschiedlichkeit als Stärke wahrgenommen wird.

Die pädagogischen Fachkräfte reflektieren regelmäßig die Gruppendynamik sowie die individuelle Entwicklung der Kinder und passen ihre Angebote entsprechend an. So stellen wir sicher, dass jedes Kind seinen Platz in unserer Gemeinschaft findet und seine Potenziale entfalten kann.

Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Kindern, Eltern und allen beteiligten pädagogischen Fachkräften ein inklusives Umfeld zu schaffen, in dem sich jedes Kind als gleichwertiger und wertvoller Teil der Gemeinschaft erlebt.

Von der Beobachtung zur Unterstützung – der Ablauf im Integrationsverfahren

  1. Beobachtung im pädagogischen Alltag

Unsere pädagogischen Fachkräfte beobachten jedes Kind im Alltag. Dabei achten wir auf individuellen Fähigkeiten, Interessen und Entwicklungsschritte. Diese werden sorgfältig dokumentiert. Wenn wir im pädagogischen Alltag beobachten, dass ein Kind in bestimmten Bereichen mehr Unterstützung benötigt, gehen wir behutsam und transparent vor.

  1. Gespräche mit den Eltern

Ein offener Austausch mit den Eltern ist uns besonders wichtig. Auf der Basis einer bereits bestehenden Erziehungspartnerschaft besprechen wir gemeinsam unsere Beobachtungen und gleichen sie mit den Erfahrungen der Eltern ab. Gemeinsam wird überlegt, ob und in welchen Bereichen das Kind Unterstützung benötigt.

Mit einer Schweigepflichtsentbindung können wir anschließend fachliche Unterstützung hinzuziehen.

  1. Zusammenarbeit mit dem heilpädagogischen Fachdienst

In Absprache mit dem heilpädagogischen Fachdienst werden mögliche Unterstützungsmaßnahmen besprochen und auf das Kind individuell abgestimmt. Auch hierbei werden die Eltern eng einbezogen.

  1. Ärztliche Stellungnahme

Für die Beantragung einer Integrationsmaßnahme ist eine ärztliche Stellungnahme erforderlich. Diese bestätigt den Bedarf einer zusätzlichen Unterstützungsmaßnahme.

  1. Antrag auf Förderung

Die Eltern stellen einen Antrag beim zuständigen Kostenträger (in unserem Fall: Bezirk Oberbayern). Dort wird über die Bewilligung einer Integrationsmaßnahme entschieden.

  1. Bewilligung und Umsetzung

Nach der Bewilligung erhält das Kind den Integrationsstatus. Es besucht weiterhin die Gruppe wie gewohnt (die Regelgruppengröße von 25 Kindern reduziert sich pro Integrationskind um zwei Plätze). Zusätzlich erhält das Kind gezielte Einzel- oder Gruppenförderung durch unseren heilpädagogischen Fachdienst.

 

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